Unterwegs auf der Autobahn des Lebens durch die Irrungen und Wirrungen unserer Zeit

Rasant, so könnte man unsere Zeit beschreiben. Manch ein Thema kann umschifft werden, an manchen jedoch kommt man ebenso wenig vorbei wie an einem Geisterfahrer auf der Autobahn. Darum möchte ich hier besonders zu solchen Themen Stellung nehmen, die uns aktuell beschäftigen und leider allzugerne vom Zeitgeist vereinnahmt werden, um von vorne herein auszublenden, was Gott dazu zu sagen hat. Es mag wohl viele Bahnen und Wege im Leben geben, doch nur Jesus ist DER Weg!

 

Wann ist ein Mensch ein Mensch?

Zur Diskussion über Abtreibung bzw. das Verbot von Werbung für Schwangerschaftsabbrüche

Bei allen Geburten unserer drei Kinder war ich dabei. Bei der Geburt unserer ersten Tochter zog es mir fast die Beine weg, weil ich das Glück kaum fassen konnte – unser erstes Kind! Unseren Jüngsten durfte ich dann auch endlich selber baden - welch ein Gefühl, als unser Sohn dabei auf meine Stimme reagierte, die er schon vom Mutterleib her durch unsere „Gespräche“ mit ihm kannte. Doch bei keiner Geburt hatte ein Arzt ungeduldig die Hand am Schalter, um im Augenblick der Geburt dann sofort „das Licht des Lebens einzuschalten“ - die Geburt ist nicht der Beginn des Lebens, sondern der Übergang vom inwendigen zum sichtbaren äußeren Wachsen. Darum verwundert es nicht, dass nach Lukas 1, 15 der Täufer Johannes „schon vom Mutterleib an erfüllt wurde mit dem Heiligen Geist“. Als Babynahrungsvertreter orientiere ich mich an der sog. Fütterungsfolge, d.h der Ernährung entsprechend dem Kindesalter. Denn auch nach der Geburt hört ja das Wachsen nicht auf. Im Grunde ist der Tag der Zeugung der eigentliche Geburtstag, an welchem sich das Heranwachsen anschließt, wobei die Geburt den Umzug bedeutet aus dem Mutterleib hinein in die Mitte der Familie, gleich jemandem, der neun Monate unterwegs war und nun freudig begrüßt wird: „Willkommen daheim!“ Darum wird die Zeit beginnend mit der Zeugung unter Hebammen und Kinderärzten (Pädiater) oft auch die „1000 Tage Reise“ genannt, die ernährungstechnisch bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr geht. Die Zeugung als erster Tag unseres Lebens gehört ebenso zum Menschsein wie der Todestag. Kein Kind kann etwas für die Umstände seiner Zeugung, doch es hat ein Recht auf sein Leben, und das ab dem ersten Tag! Somit ist Abtreibung nichts anderes als die Hinrichtung eines unschuldigen Kindes, welchem mit brutaler Gewalt das Menschsein abgesprochen wird.

 

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Worum geht es im Lutherjahr - Worum ging es Luther?

Luther-Bier, Luther-Torten; Luther-Biografien; Luther-T-Shirts; Luther-X und Luther-Y. Doch worum geht es überhaupt im Lutherjahr, oder besser gefragt: Worum ging es Martin Luther?

Hierzu möchte ich uns folgendes vor Augen malen:

 

Es ist ein heißer Samstag Morgen, jener sechste Juli des Jahres 1415. Im Konstanzer Münster wird den Gaffern ein abscheuliches Schauspiel dargeboten: In mitten seiner Ankläger steht der Prager Reformer und Rektor der Karls-Universität, Jan Hus. Nach dem Urteilsspruch, einem weiteren der ach so zahllosen Justizmorde Roms an den treuen Zeugen Christi, zerschneiden sie grob seine priesterliche Haartracht, tauschen sein Priestergewand gegen das Langhemd des Todeskandidaten und setzen ihm eine mit kleinen Teufeln bemalte Ketzermütze auf. Danach machen sich alle auf den langen Weg durch enge Gassen bis vor die Tore der Stadt. Auf dem Scheiterhaufen schließlich, kurz bevor die lodernden Flammen seinen gemarteten Leib verzehren können, verkündet er seinen Mördern die Worte, welche Gott ihm in der Nacht zuvor in seiner einsamen Kerkerzelle prophezeit hat: „Sie werden die Gans braten. Doch in 100 Jahren werde ich aus deiner Asche einen Schwan erstehen lassen, den niemand mehr zum Schweigen bringen kann!“
Einhundert Jahre später ziehen Ablasshändler der Kirche durch die Lande, die Geld mit der Höllenangst der Menschen machen, um den neuesten Prachtbau zu finanzieren, den Petersdom in Rom. Das Evangelium jedoch haben sie vor dem Volk weg geschlossen, indem sie sich widerrechtlich inthronisierten als „Alleinvermittler von Gottes Gnade“.
Im Jahre 1515 jedoch macht die Katholische Kirche den größten Fehler in ihrer Geschichte: Sie lässt ein deutsches Mönchlein mit der Bibel allein. Die Folgen sehen wir am Samstag, dem 31. Oktober des Jahres 1517. Dort, so sagt es die Überlieferung, schlägt jener Augustinermönch 95 Thesen an das Tor der Kirche zu Wittenberg, sein Name Martin Luther – der von Jan Hus angekündigte Schwan hat begonnen mit den Flügeln zu schlagen! Denn wo die Schergen des Katholizismus noch den Prager Magister auf dem Scheiterhaufen hatten verbrennen können, da werden sie das seit John Wycliff zunehmend lauter werdende Freiheitslied der Reformation nun nicht mehr zum schweigen bringen. Die von Rom gnadenlos verfolgte Heilsbotschaft des Vertrauens auf Gottes rettendes Wort als alleinige Autorität ist nach so langer Zeit wieder für alle Menschen erfahrbar, in der verständlichen Sprache des Volkes und ohne Verfälschung durch die allein der Machtsicherung der Kirche dienenden Irrlehren. Dieser Martin Luther entdeckt die Wahrheit der unmittelbaren Gemeinschaft mit Christus, und er bricht durch – Der Himmel steht wieder offen! Seither haben Millionen von Menschen das Ewige Heil in der persönlichen Begegnung mit Christus selbst empfangen.


Soweit mein kurzer Abstecher in die Geschichte der Reformation. Aber sind die obigen Schilderungen aus den Leben der beiden großen Gottesmänner auf das Jetzt und Heute übertragbar? Im Europa des 21ten Jahrhundert müsste ein Magister Jan aus Hussinec (zu Deutsch Gänsestadt) gewiss nicht brennen, sollte er von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen und den Zustand seiner Kirche öffentlich anprangern, und ein Dr. Martinus Luder, der sich später Martin Luther nannte, könnte auf Twitter und Co. posten soviel er wolllte, um seine Streitschriften unters Volk zu bringen, ohne unter seinen Followern solche zu finden, die ihn umbringen wollten. In Zeiten des investigativen Journalismus, der selbst vor Kloster- und Internatsmauern nicht halt macht, ist ein derartiges Vorgehen ja schließlich gang und gäbe.
Doch was veranlasste Jan Hus oder Martin Luther, sich mit allen ihnen damals zur Verfügung stehenden Mitteln Gehör zu verschaffen? Jan Hus ließ z.B. in seiner Bethlehemskapelle in Prag das Fehlverhalten des Papstes und des Klerus in Bildern an die Wände malen, eine Art Vorläufer der heutigen Zeitungskarikaturen, wenn du so willst. Martin Luther trieb es gar auf die Spitze mit Wörtern, die selbst heute noch manche Eltern schamrot anlaufen lassen, wenn ihre Jüngsten sie im Verwandtenkreis von sich geben. So soll er über den Zöllibat gesagt haben, dieser sei „wider die Natur. Genauso gut hätte die Kurie den Priestern das Scheißen verbieten können!“
Was trieb sie zum Äußersten, was veranlasste sie, ihr Leben aufs Spiel zu setzen? War es Rechthaberei oder Geltungssucht, ein Märtyrerkomplex gar? Nein, mit Sicherheit nicht!

 

Auf Facebook las ich vor kurzem einen Post, in welchem stand: „Wir brauchen wieder Prediger, die verkünden, dass die Hölle immer noch heiß, der Himmel immer noch real, die Sünde immer noch falsch, die Bibel Gottes Wort und Jesus der einzige Weg zur Erlösung ist.“
Genau das war es, was Jan Hus und Martin Luther auf die Barrikaden brachte: Auf der einen Seite die Realität von Sünde, Schuld und Gericht, auf der anderen jedoch eine Kirche, die nicht daran interessiert, ja im Grunde gar nicht in der Lage war, den Menschen den Weg zum Heil zu zeigen.

 

Kritiker pochen darauf, auch die „Dunkle Seite“ in Luthers Leben zu erörtern, die seiner Haltung und der damit verknüpften Aussagen über das Judentum, vor allem in seinen späten Lebensjahren, und dies geschieht ja auch in zunehmendem Maße. Doch ich denke, über all den Äußerungen Luthers über die Juden dürfen wir im Lutherjahr nicht vergessen, dass er es war, der nicht nur die Kirche sondern die gesamte Gesellschaft bis in unsere Zeit hinein unwiderruflich verändert hat wie kein anderer zuvor. Sein Beharren auf Gerechtigkeit allein aus Glauben und die vollkommene Erlösung allein aus Gnaden ist die Grundlage für alle anderen Glaubensrichtungen der Evangelischen Kirche und der freikirchlichen Gemeinschaften. Auf ihn geht nicht nur die Lutherische Kirche zurück, sondern die gesamte protestantische Kirche weltweit.
Wir sollten uns einmal vor dem Hintergrund der Kirchengeschichte fragen, was geschehen wäre, ja wie der gesamte Erdball heute aussehen würde, wenn z.B. der Apostel Paulus und später dann Luther selbst sich auch nur ansatzweise so verhalten hätten, wie es die interreligiösen Zeitgenossen von bekennenden Christen heute fordern? Wo wären wir, hätte niemand uns die Botschaft der Erlösung aus Gnaden gebracht, welche nicht nur, aber vor allem durch Luther wieder ausgegraben und wie ein strahlendes Licht auf den Leuchter gehoben wurde, sodass jedermann bis zum heutigen Tage das Ewige Leben ergreifen kann?
Darum müssen wir uns über eines im klaren sein: Jemandem aus falscher Rücksicht auf dessen eigenen nichtchristlichen Glauben nichts von der Errettung durch Jesus zu erzählen, ist aus Gottes Sicht unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge für Zeit und Ewigkeit! Oder waren die Apostel, waren all die Christlichen Märtyrer, waren Wycliff, Tyndale, Hus und Luther nur extreme religiöse Fanatiker? Ist denn Jesu Tod am Kreuz überflüssig geworden? Gibt es gar einen zweiten Himmel z.B. für „Gott gläubige Muslime“, was den zeitgeistlichen liberaltheologischen Überzeugungen so manches Pfarrers sehr entgegen käme?
Doch weder ist das Mindesthaltbarkeitsdatum des Evangeliums abgelaufen, noch wurde der Missionsbefehl Jesu mit der Einführung des Euro für ungültig erklärt. Das Zeitalter der Gemeinde und somit der Auftrag der Kirche als Botschafter an Christi statt enden erst mit der Entrückung der Gemeinde als Braut Christi, nicht vorher. Auch im 21. Jahrhundert gehen Menschen ohne Jesus verloren, auch heute noch rennen Moslems, Hindus und all die Anhänger anderer Religionen ohne Jesus geradewegs in die ewige Verdammnis.
Ich finde es darum erschreckend, dass viele kirchliche Amts- und Würdenträger nicht mehr wissen, was die Heilige Schrift über Erlösung und Wiedergeburt gemäß dem Johannesevangelium in Kapitel 3 und 2. Korintherbrief Kapitel 5 lehrt. Mir persönlich sind mehr als einer dieser Totengräber des Evangeliums begegnet, die schon so manche Kirche in unserem Land leer gepredigt haben.
Sie alle sollten sich (wie im Übrigen Luther selbst es tat!) ein Beispiel an Jan Hus nehmen, der als Mahnmal des allein der biblischen Wahrheit verpflichteten Gewissens am Altstädter Ring in Prag sein Denkmal hat. Statt dessen fällt es heute vielen Berufschristen leichter, auf Kirchentagen über Ökowolle und Fair Trade zu fachsimpeln, als eindeutig zu ihrem Glauben zu stehen!
Luthers Gedanken und seine Verlautbahrungen über das Judentum sind schändlich, und dennoch haben wir ihm mehr zu verdanken, als unsere deutsche Sprache. Er hätte auch auf dem Scheiterhaufen enden können wie Jan Hus, und er war bereit dazu. Darum muss das Lutherjahr nicht nur ausführlich das brisante Thema „Luther und die Juden“ aufgreifen, sonder das wieder in den Fokus rücken, worum es ihm ging: Dass jeder Mensch durch den Glauben unmittelbar Christus begegnen und errettet werden kann!

Was Luther und die Juden betrifft, so sind schon sehr deutliche Ansätze zu sehen durch Bücher, Vorträge, Ausstellungen, Diskussionen und vielem mehr. Was die Verkündigung des Evangeliums jedoch betrifft, so beugen sich immer mehr Kirchenführer dem Moralischen Pluralismus und der Diktatur des Interreligiösen Dialoges. Sie singen „Homo Homo Hallelujah“ und „Wir kommen alle alle in den Himmel“, anstatt das wahre und reine Evangelium von Umkehr und Wiedergeburt zu verkünden. Der Ausverkauf des Evangeliums wird, so bleibt zu befürchten, selbst im Lutherjahr weiter voran schreiten!

Luther wusste, welche Konsequenzen seine Weigerung des Widerrufs haben würde, doch er handelte trotz innerer Drangsal und peinigenden Ängsten kühn und mutig. Diese Überwinderqualität in seinem Leben soll uns als Vorbild dienen!

 

„Die Wahrheit muss gesprochen werden, wie auch immer sie aufgenommen werden mag.“ John Trapp

 

„Dass wir heute die volle Freiheit des Evangeliums erleben dürfen, haben wir einer langen Geschichte von Gefangenschaft, Folter, Verbannung, Einsamkeit, Martyrium und vielem anderen mehr zu verdanken. Denn dies war das Los derer, die litten, aufdass wir den Glauben haben mögen! Wie undankbar sind darum all jene, die den wahren Glauben preis geben!“

Verfasser unbekannt

 

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Offenbahrung 12 und der 23. September 2017 -                          Was steckt dahinter?

 „Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupte eine Krone mit zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt. Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen; und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor dem Weibe, das gebären sollte, auf daß, wenn sie geboren hätte, er ihr Kind verschlänge. Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der alle Heiden mit eisernem Stabe weiden soll; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Thron. Und das Weib floh in die Wüste, wo sie eine Stätte hat, von Gott bereitet, damit man sie daselbst ernähre tausendzweihundertsechzig Tage. Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Auch der Drache und seine Engel kämpften; aber sie siegten nicht, und es wurde für sie kein Platz mehr gefunden im Himmel. So wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen.“

 

Offenbahrung 12, 1-9

 

Dieses Weib, dass mit der Sonne bekleidet ist, steht für das Volk Israel. Gott der Allmächtige ist die Sonne, die durch ihre Kleidung hindurch leuchtet, ganz so, als ob sie pures Licht angezogen hätte. Die zwölf Sterne symbolisieren die zwölf Stämme Israels.

 

Die astronomische Deutungen in Bezug auf das Sternbild Virgo (Jungfau) - im Zusammentreffen mit dem „Mond unter ihren Füßen“ (der Mond befand sich an jenem Tag tatsächlich unterhalb des Sternbildes der Jungfrau), dem Merkur, der Venus und dem Jupiter, der sich auf den Königsstern Regulus zu bewegt und danach durch die Jungfrau hindurch zieht, sodass man durchaus interpretieren könnte, dass ein König „durch“ die Jungfrau geboren wird – ist einer Betrachtung wert. Die zwölf Sterne der Krone werden hierbei gebildet aus den neun Sternen des Sternbildes Löwen (was auf den Löwen von Judah hinweisen könnte) und den drei eben schon genannten Planeten.

 

Diese Himmelskonstellation ereignete sich am 11. September 2 vor Christi Geburt, einem Rosh Hashanah (jüdischer Neujahrstag). Sie bietet sich auch als mögliche - jedoch nicht zweifelsfreie - Antwort auf die Frage nach Art und Herkunft des Sterns von Bethlehem an, denn das dritte Zusammengehen von Jupiter und dem Königsstern Regulus in eben jenen Tagen des September 2 vor Christus findet sich in vielen Aufzeichnungen der damaligen Völker nicht nur des Nahen Ostens. Und so ist davon auszugehen, dass die Weisen aus dem Osten/Morgenland ebenfalls diese dreifache Begegnung von Jupiter und Regulus nicht nur mit Interesse verfolgt hatten, sondern im Zusammentreffen von Jupiter als dem König der Planeten und Regulus als dem König der Sterne die Ankündigung eines neuen Königs aus dem Stamm Judah sahen (Löwe von Judah), womit sie nicht alleine waren unter den Gelehrten ihrer Zeit. Vor allem aber die letzte Anbahnung zum dritten Zusammentreffen und der daraus resultierenden Konjunktion / Zusammenstehen der beiden Planeten gab möglicherweise den Anlass zu ihrer ca. dreimonatigen Karavanenreise von Persien nach Westen - in die Richtung, in welche sich Jupiter gewendet hatte, genau für die Dauer ihrer Reise.

 

Zur Zeit wird viel darüber spekuliert, ob vielleicht die Sternen- und Planetenkonstellation am 23. September 2017 rund um das Sternbild Jungfrau etwas mit Offenbahrung 12 zu tun haben könnte. Hierzu möchte ich folgendes anmerken: Am 23.09.2017 steht die Sonne über der rechten Schulter der Jungfrau, am 11.09.02 v. Chr. hingegen leuchtete sie geradezu durch den Leib der Jungfrau hindurch, ließ sie also regelrecht „mit ihrem Licht bekleidet“ erstrahlen. Die Krone aus zwölf Sternen über dem Haupt der Jungfrau wird am 23.09.2017 gebildet aus den neun Sternen des Löwen und den Planeten Merkur, Mars und Venus. Am 11.09.02 v.Chr. hingegen war es nicht Mars sondern Jupiter, der Teil der Krone war und sich zudem, wie eben schon beschrieben, als König der Planeten mit Regulus als König der Sterne im Löwen nahezu vereinigte - am 23.09.2017 kommt Jupiter Regulus nicht einmal nahe. Zwar scheinen beide Konstellationen dem Bibeltext zu entsprechen, der ja keine Sterne- noch Planetennamen nennt, doch gemessen an dem, was die Weisen aus dem Morgenland sahen – der Konjunktion von Jupiter und Regulus als Zeichen der Geburt eines Königs aus dem Stamm Judah - läuft die Himmelserscheinung am 23.09.2017 völlig ins Leere.

 

Aber hat der 23. September 2017 denn nicht doch irgendeine Bedeutung, schließlich ist dieses Himmelsschauspiel ja nur alle 7000 Jahre zu sehen“, so fragen sich viele Christen derzeit.

 

Anders als zur Zeit Jesu steht, wie eben schon genannt, die Sonne 2017 lediglich über der rechten Schulter der Jungfrau, was bedeuten könnte, dass sich die Jungfrau göttlichen Glanz anheften möchte wie eine Brosche oder gar Fibel, um ihr Gewand zusammen zu halten. Gott selbst ist nicht die Quelle des Glanzes sondern Attribut, angeheftetes Merkmal, um selbst den Schein des Göttlichen zu waren.

 

Weiter fällt auf, dass Jupiter als König der Planeten sich im Bereich der Gebärmutter und des Geburtskanals der Jungfrau hin und her wendet, jedoch nicht weiter zu Regulus wandert, welcher der König der Sterne und somit Zeichen des Himmlischen Königtums ist. In der Antike galt Jupiter als der oberste, als König der Götter. Darum kann daraus gedeutet werden, dass im Bereich der Jungfrau - also in Israel - sich ein Ereignis abzeichnet, welches herrschaftliche / machtpolitische Züge haben muss. Irgendeine endzeitliche Persönlichkeit beginnt mit ihrem – vielleicht noch unmerklichen – Aufstieg oder Wirken. Gleichzeitig steht diesmal Mars mit auf der Himmelsbühne als Teil der Krone. Mars galt als der Kriegsgott und könnte somit darauf hin deuten, dass die nun schon bald anbrechende Herrschaft eines neuen Reiches gekennzeichnet sein wird durch militärpolitische Macht und Stärke, um das Fehlen der Konjunktion von Jupiter und Regulus als Legitimation des wahrhaft göttlichen Ursprungs auszugleichen.

 

Wer die Nachrichten rund um Israel verfolgt, angefangen von den sich rasant ausweitenden Beziehungen weltweit und das Wirken verschiedener religiöser und politischer Persönlichkeiten im Hintergrund wie z.B. Donald Trumps jüdischem Schwiegersohn Jared Kushner, vor allem aber die letzten mutigen und enthusiastischen Reden von Benjamin Netanjahu vor der UNO, der spürt förmlich, dass hier etwas historisch einschneidendes in der Luft liegt, und mancher fragt sich: „Weiß Netanjahu etwas was die meisten noch nicht wissen?“ Zumindest ist jetzt schon klar ersichtlich, dass hinter den Kulissen mit Hochdruck wichtige Eckpfeiler und Fundamente für die zukünftige interreligiöse wie auch machtpolitische Infrastruktur des Reiches des Antichristen gelegt werden. Ob jedoch die Himmelskonstellation am 23.09.2017 hierbei eine Rolle spielt, ob dieses Ereignis ein Zeichen sein soll für die sich anbahnenden weltgeschichtlichen Veränderungen, oder ob der Sternen- und Planetenlauf nur purer Zufall ist? So wie der Antichrist und die falsche Braut Nachahmer oder besser gesagt satanische Fälschungen sind, so ähnelt auch das Ereignis vom 23.09.2017 sehr dem zur Zeit Jesu. Auf den feinen Unterschied kommt es an, um Original und Fälschung unterscheiden zu können! Darum ist uns diese Himmelskonstellation vom 23. September 2017 mindestens ein Aufruf, in den kommenden Monaten und Jahren ganz besonders hin zu schauen, was da vor unseren Augen geschieht!

 

Soweit dieser kurze Ausflug in das Heute. Doch kommen wir nun wieder zurück zum Geschehen zur Zeit der Geburt Jesu. Darum schauen wir einmal genauer in die Bibel, ist sie doch unsere Grundlage als Christen.

 

Waren die sog. „Weisen aus dem Morgenland“, egal ob nun drei oder mehr - die Bibel nennt keine Zahl (!) - je in Bethlehem? Was hatten sie im Osten gesehen und wann sahen sie den hellen Stern in echt? Und nicht zuletzt, wo genau begegneten sie dem „Jesuskindlein“? Dazu male dir einmal folgende Szene vor Augen:

 

Ein großer Thronsaal, darin ein interessiert wirkender, jedoch in seinem Inneren vor Schrecken und Wut kochender König Herodes. Vor ihm diese rätselhafte Forschertruppe aus fernen Landen und um ihn herum versammelt all die Gelehrten und Schriftkundigen Juden, die in den Büchern Mose und den Schriften der Propheten fieberhaft nach Belegen suchen für die Behauptung jener Weisen aus dem Morgenland, es sei ein neuer König der Juden geboren worden (Matthäusevangelium 2,2 : „Wo ist er, der als König der Juden geboren wurde?“). Dabei finden sie die Worte des Propheten Micha in Kapitel 5, 2: „Und du Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir kommen, der in Israel HERR sei, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.“

 

Warum, so frage ich mich, klopfen die Waisen an das Tor des Hofes von Herodes, um das neu geborene Königskind zu sehen, und warum sind sie gerade nach Jerusalem gereist?

„… denn wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten“, so Matthäusevangelium 2, 2 weiter. Wenn sie tatsächlich und buchstäblich einen Stern „gesehen“ hätten, so wären sie ihm auch Punkt genau gefolgt. Was also haben sie „gesehen“? In ihren astronomischen Tabellen und Berechnungen konnten sie erkennen, also sehen, dass sich da im Sternbild des Löwen etwas von majestätischem Ausmaß anbahnte: Jupiter, der König der Planeten und Rergulus, eine ferne Galaxi, welche jedoch als König der Sterne auf Erden erscheint, bewegten sich auf einander zu, um sich schon bald, d.h. in neuneinhalb Wochen, in einer sog. Konjunktion nahezu zu vereinen. Und all das gepaart mit dem Durchlaufen des Jupiter durch das Sternbild der Jungfrau, was für diese hoch gelehren Herren (μάγοι = magoi, also Magier oder Gelehrte im weitesten Sinn) nur einen Schluss zuließ: Eine Frau bringt einen vom Himmel autorisierten irdischen König im Lande Judah zur Welt – ein neuer König wird geboren! Darum also hatten sie sich aufgemacht, um nun nach einer ca. dreimonatigen Reise in Jerusalem als der allseits bekannten „Stadt des großen Königs“ und gleichsam Zentrum Judahs wie selbstverständlich am Hofe des amtierenden Königs vorzusprechen. Doch zu ihrer Überraschung, so kann ich mir lebhaft vorstellen, wusste König Herodes von nichts! Wie das? „Nun gut, dann lauschen wir einmal den jüdischen Gelehrten und auf das, was jene in den Heiligen Schriften so finden: Aha, Bethlehem also, und los geht’s.“

 

Unter dem Vorwand, selber umgehend in Bethelehem diesem neuen König huldigen zu wollen, gibt sich Herodes als Unterstützer dieser „Operation Bethlehem“ und schickt die Weisen als Vorhut dorthin. Dadurch will er gewährleisten, dass er völlig unauffällig durch sie heraus bekommt, wo dieser neu geborenene Konkurent um den Thron zu finden ist, um ihn schließlich auszulöschen (siehe Offenbahrung 12, 4: „Und der Drache stand vor dem Weibe, das gebären sollte, auf daß, wenn sie geboren hätte, er ihr Kind verschlänge.“).

 

Was dann jedoch geschieht, sollte unsere unbedingte Beachtung finden, denn der Bibeltext in Matthäusevangelium 2, 9-14 schildert uns sehr detailiert: “Sie aber, als sie den König gehört hatten, zogen hin. Und siehe, der Stern, den sie im Osten gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er kam und oben über dem Orte stand, wo das Kindlein war. Als sie aber den Stern sahen, freuten sie sich mit sehr großer Freude. Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm; und sie taten ihre Schätze auf und opferten ihm Gaben: Gold und Weihrauch und Myrrhe. Und als sie im Traum eine göttliche Weisung empfangen hatten, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Wege hin in ihr Land. Als sie aber hingezogen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Stehe auf, nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und fliehe nach Ägypten, und sei daselbst, bis ich es dir sage; denn Herodes wird das Kindlein suchen, um es umzubringen. Er aber stand auf, nahm das Kindlein und seine Mutter des Nachts zu sich und zog hin nach Ägypten.“

 

Die Weisen verlassen also den Hof König Herodes und machen sich auf nach Bethlehem. Doch plötzlich („Und siehe …“) ein helles Leuchten: Was sie in ihrer Heimat im Osten schon im voraus berechnet und sich anbahnen gesehen haben, steht nun vollkommen real und hell leuchtend vor ihnen, denn die beiden Himmelsgestirne sind sich mittlerweile doch sehr nahe gekommen. Kein Wunder also, dass sie nun in die entgegengesetzte Richtung reisen, immer dem hellen Lichterglanz am Nachthimmel folgend. Als schließlich Jupiter auf seinem Westkurs wie der obere Teil einer Acht direkt über Regulus steht und die beiden Sterne beinahe wie ein einziger großer Stern zu erstrahlen scheinen, entfaltet dieses Königspaar sein hellstes Leuchten. Zu dieser Zeit stehen die Weisen gerade vor den Toren Nazareths und lassen ihre Blicke über die Ortschaft und die Umgebung schweifen. Und da, wie eine kosmische Straßenbeleuchtung scheint „Sein Stern“ exakt über einem Gehöft zu stehen. Darum machen sie sich auf und klopfen an. Was sie dort im Haus vorfinden, ist eine junge Familie mit einem, so in der Bibel wortwörtlich, Kleinkind - nicht mehr Säugling/Neugeborenes! Dieser neue König der Juden war mit seinen Eltern inzwischen von Bethlehem über Jerusalem - wegen der Segnung/Darstellung im Tempel - nach Hause zurück gekehrt. Darum hätten sie ihn auch nicht mehr in Bethlehem in einer Futterkrippe liegend vorgefunden - wo die Schrift für Jesus noch das Wort für Säugling/Neugeborenes verwendet (!) - sondern treffen ihn in seiner Wohnung an, die an die Werkstatt des Vaters angebaut ist.

 

Abgesehen davon, dass er noch nichts von unseren Weihnachtsbräuchen und somit auch nichts von den „Weisen aus dem Morgenland“ weiß, hat Joseph schlichtweg nicht genügend Geld auf der Seite, um länger als unbedingt für die Registrierung in den römischen Steuerlisten nötig in Bethlehem zu verweilen und extra auf eventuell noch eintreffende „Heilige Drei Könige“ zu warten, sondern muss so schnell wie möglich wieder an die Arbeit gehen, um Frau und Kind ein geregeltes Einkommen zu sicher, war doch schon die wochenlange Reise zwecks steuerlicher Erfassung mit erheblichem Verdienstausfall verbunden.

Damit Herodes nicht gleich etwas von ihrer Kursänderung erfährt, warnt Gott die Weisen aus dem Osten im Traum und veranlasst sie, auf einer anderen Route - wahrscheinlich über die damals bekannte Nordroute vorbei an Damaskus - wieder in ihre Heimat zurück zu kehren.

Da jedoch über kurz oder lang Herodes - nach dem brutal Kindermord in Bethlehem - dank seiner effizient arbeitenden Geheimpolizei, aber vor allem mit Hilfe der aktualisierten Steuerlisten der römischen Finanzbeamten heraus bekommen würde, dass Jesus in Nazareth seine Heimat hat, fordert Gott Joseph im Traum auf, sich dem Zugriff des Herodes durch die Flucht in ein anderes Herrschaftsgebiet, durch die Flucht nach Ägypten zu entziehen. Denn auch Herodes wird wohl schon bald von seinen Gelehrten erfahren, dass das Wort Nazareth von Netzer = Spross oder Zweig her geleitet wird. Und auch wenn zur Zeit Jesu der Ort Nazareth nicht gerade den besten Ruf hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass Herodes seine Geheimagenten auch dorthin entsenden wird, um Jesus zu töten.

 

Denn siehe, ich will meinen Knecht, den Spross (Nezer), kommen lassen“.

Sach. 3, 8

 

 

So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, es ist ein Mann, der heißt Spross (Nezer); denn unter ihm wird’s sprossen, und er wird bauen des HERRN Tempel“

Sach. 6, 12

 

 

Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig (Nezer) aus seiner Wurzel Frucht bringen.“

Jes. 11, 1

 

Soweit zum Thema Stern von Bethlehem, für den es bis heute weder einen wissenschaftlichen Beleg noch eine bis ins Letzte befriedigende Erklärung gibt, hat doch selbst der eben beschriebene astronomische Erklärungsversuch so seine Tücken. Aber braucht es für einen Gläubigen überhaupt immer einen wissenschaftlichen Beleg? Gottes Wort genügt, ja, schon bald werden wir in der Ewigkeit die Erklärung dafür bekommen. Bis dahin glauben wir dem Gotteswort, welches sich noch immer als wahr heraus gestellt hat, wie wir z.B. in den schon erfüllten Prophetien im Buch Daniel in den Kapiteln 11 und 12 sehen und worauf ich später noch zu sprechen kommen werde.

 

 

Auf jeden Fall ist das, was Johannes in seiner Offenbahrung sieht, das eindeutige Zeichen für die Geburt Jesu durch die in Jesaja 7, 14 angekündigte Jungfrau aus dem Volk Israel: „Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen und wird Mutter eines Sohnes, den sie Immanuel nennen wird.“

 

Mit dem „anderen Zeichen“ des Drachens ist Satan gemeint, der zu Beginn der Weltzeit und nach den Worten Jesu „wie ein Blitz“ aus dem Himmel geworfen wurde und in seinem Gefolge - als Schwanz - ein Drittel der Engelswelt, der Dämonen als den gefallenen Engeln, mit sich hinab gerissen hatte. Auf mancherlei Weise hat er seither schon versucht, Israel zu vernichten, um so das Kommen des Messias zu verhindern, so z.B. durch die Länder übergreifende Verfolgung und den Vernichtungsversuch eines Haman zur Zeit Königin Esthers oder durch die Bemühungen eines Antiochus Epiphanes als Erbfolger Alexanders des Großen (siehe Daniel 8, 8-14), der durch einen Vorläufer der Welteinheitsreligion die Anbetung Gottes verbot, was zum Aufstand der Makkabäer und der Berfeiung Israels mitsamt der Wiedereinweihung des gereinigten und geheiligten Tempels führte. Darum feiern Juden weltweit alljährlich neben dem von Esther eingesetzten Purim- ebenso auch das Hanukkafest. Der Kindermord in Bethlehem als Versuch des König Herodes, Jesus zu töten ( „ … auf daß, wenn sie geboren hätte, er ihr Kind verschlänge ….“) und so einen neuen König der Juden zu verhindern, markierte den Höhepunkt dieser satanische Folge, gegen die Frau und vor allem ihr Kind (Jesus) zu kämpfen.

 

Doch dieses Kind der Frau wird „entrückt“, was die Himmelfahrt Jesu beschreibt. Sie selbst flieht in die Wüste für tausendzweihundertsechzig Tage, also während der endzeitlichen Verfolgung Israels durch den Antichristen, den letzten dreieinhalb Jahren. Während dieser Zeit dort in der Wüste wird sie auf wundersame Weise von Gott selbst versorgt wie zu Zeiten des Mose und Aaron. Was damals möglich war, wird dann ebenso geschehen, denn Gott ist derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit!

 

In der letzten Zeit direkt nach der Entrückung werden die himmlischen Sphären gereinigt, indem Satan nicht mehr - wie in den Jahrtausenden zuvor mit seinen Dämonen als den, wie Paulus es in Epheserbrief 6, 12 beschreibt, „Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel“ - dort seinen Aufenthaltsort hat, sondern durch den Erzengel Michael und sein Engelsheer voll und ganz auf die Erde hinab geschleudert wird, sodass es auf Erden im Reich des Antichristen im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Teufel zugeht.

 

In Matthäusevangelium 24, 21-21 haben wir gelesen: „Denn alsdann wird eine große Trübsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.“

 

Angefangen von der Einnahme des Tempels durch den Antichristen und seinem absoluten Verbot, irgendeinen Gott außer ihn anzuerkennen und anzubeten (Matthäusevangelium 24, 15), überschattet von einer weltweiten, unvorstellbar brutalen Verfolgung der Juden als Anbeter Yahwehs, wie sie die Welt bis dahin noch nie gesehen hat, bis hin zum finalen Showdown in der Schlacht von Harmagedon, droht die endgültige Ausrottung des Volkes Israels, ja mehr noch, durch den Einsatz von Kriegsgerät bis hin zu Atomwaffen sogar der gesamten Menschheit. Doch Jesus versichert den Jünger als Kinder Israels, dass „dieses Geschlecht“ - gemeint sind nicht die Nationen, sondern Israel - „nicht vergehen wird, bis dies alles geschehen ist.“

 

Der Text und die Sternenbilder einzeln zum Download

Die Sternenbilder habe ich mit dem Kostenlosen Programm Stellarium erstellt, welches unter folgender Internetadresse runter geladen werden kann für alle gängigen OS:

http://www.stellarium.org/de/ 

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Ehescheidung und Wiederheirat aus biblischer Sicht

 

 

Ehescheidung und Wiederheirat in der Gemeinde

 

 

 

Der Versuch einer Klärung

 

 

 

Viele engagierte Christen beten für Erweckung, also dafür, dass noch viele Menschen Jesus Christus persönlich kennen lernen und errettet werden. Nun sagt die Statistik, dass 2015 in Deutschland 40,82 Prozent der Ehen geschieden wurden. Dies bedeutet folglich, dass unter denen, die neu in eine christliche Gemeinde kommen, anteilsmäßig wahrscheinlich ebenso viele sind, die in Scheidung leben oder schon geschieden sind, und einige haben mittlerweile wieder geheiratet.

 

So, und nun, liebe Christenheit, wie gehst du damit um angesichts der doch recht kontroversen Diskussionen über dieses Thema nicht nur in der Katholischen Kirche?

 

Dürfen sich Christen überhaupt scheiden lassen, und was ist mit denen, die als Geschiedene neu zur Gemeinde hinzu kommen, was antworten wir ihnen?

 

 

 

Weil ich schon immer der Ansicht war, dass ungeklärte Fragen in religiösen Dingen meist unnötige Unruhe wenn nicht gar Spaltungen mit sich bringen können, habe ich mich an eine „Klärung dieses Sachverhaltes“ gewagt – und musste feststellen, dass es im Alten Testament keine Gebote für „neu bekehrte Gläubige mit Scheidungshintergrund“ gibt und das Neue Testament hier „mangels alttestamentlicher Gesetzesgrundlagen“ eine sehr persönliche „Paulinische Tonart“ anstimmt.

 

 

 

Doch zuerst einmal zum Haupttext in Sachen Scheidung und Wiederheirat in 1. Korinther 7, 10-16:

 

Für die Verheirateten (Paulus spricht hier zu Gläubigen!) aber gilt ein Gebot - es stammt nicht von mir, sondern vom Herrn: Eine Frau soll sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen. Hat sie sich aber doch von ihm getrennt, dann soll sie unverheiratet bleiben oder sich wieder mit ihm versöhnen. Auch ein Mann darf seine Frau nicht verstoßen. Den anderen aber sage ich - hier habe ich kein Wort des Herrn: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat (weil die Heirat mit Ungläubigen nach 1. Korinther 7, 39 und 2. Korinther 6, 14-15 verboten ist, kann es nur so sein, dass beide als damals ungläubige Menschen geheiratet hatten), die (nach seiner Bekehrung) weiter bei ihm bleiben will, so soll er sich nicht von ihr trennen. Dasselbe gilt für eine gläubige Frau, die einen ungläubigen Mann hat: Wenn er (nach ihrer Bekehrung) weiter bei ihr bleiben will, soll sie sich nicht von ihm trennen. Denn der ungläubige Ehemann ist durch die Frau geheiligt (allerdings nicht automatisch erlöst!) und die ungläubige Frau ist durch den Bruder geheiligt (d.h. in die schützende Nähe Gottes gebracht). Sonst müsstet ihr ja auch eure Kinder als unrein (fern von Gott) betrachten. Nun aber sind auch sie geheiligt (in die schützende Nähe Gottes gebracht). Wenn aber der ungläubige Partner auf einer Trennung besteht, dann willigt in die Scheidung ein. Der Bruder oder die Schwester ist in diesem Fall nicht (an die Ehe) gebunden. Gott hat uns doch zu einem Leben in Frieden berufen! Wie willst du denn wissen, Frau, ob du deinen Mann zu Christus führen und retten kannst? Oder weißt du, Mann, etwa, dass dir das bei deiner Frau gelingt?“

 

 

 

Ich möchte zuerst einmal etwas grundsätzliches zum besseren Verständnis von Paulus' Worten einschieben:

 

Im Alten Testament gibt es kein „Wort des Herrn“, wie Paulus es nennt, also kein Gesetz, welches die Situation klar regeln könnte, was zu tun ist, wenn in einer Ehe von Ungläubigen einer der beiden Christ wird und der andere auf Scheidung besteht. Warum? Nun, in Israel heirateten grundsätzlich nur Juden untereinander, d.h. egal wen ein Israelit heiratete, es war automatisch immer jemand von „Gottes Volk“. Eine Ehesituation, in welcher anfangs beide ungläubig waren und dann sich einer der beiden „bekehrte“, gab es folglich auch nicht. Eine Heirat mit Nichtjuden war nach dem Gesetzt Mose verboten, es sei denn, der andere hatte JAHWE, den Gott Israels als seinen persönlichen Gott erkannt und öffentlich anerkannt, was uns z.B. über die Hure Rahab in Josua 2, 1-21 (besonders in den Versen 9-11) und ebenso aus dem Leben der Moabiterin Ruth im gleichnamigen Buch des Alten Testamentes berichtet wird, wo Ruth bekennt: „Dein Gott ist mein Gott, und dein Volk ist mein Volk!“

 

Eine Scheidung war in Israel nach dem Gesetz Mose einzig und allein wegen Unzucht/Ehebruch eines der beiden Ehepartner erlaubt (z.B. wenn der Mann feststellen musste, dass seine Frau keine Jungfrau mehr war, weil sie zuvor außerehelichen Geschlechtsverkehr gehabt hatte). Eine Scheidung wegen Missfallen und Unversöhnlichkeit war ausgeschlossen. Die in Matthäus 5, 31+32 von den Menschen damals oft als Freibrief verstandene „Scheidung mit Entlassurkunde“ führte nach Jesu Aussage dazu, dass eine „entlassene“ Frau aus existenziellen Gründen wieder heiraten musste, um versorgt zu sein und somit fast unausweichlich zur Ehebrecherin wurde („ … der macht, dass sie die Ehe bricht ...“).

 

Weil also im Alten Testament (der Bibel der ersten Christen!) ein explizites Gebot für die Ehe zwischen einem hernach gläubig gewordenen und einem nachwievor ungläubigen Ehepartner fehlt, gibt uns der Schriftgelehrte Paulus auch folgerichtig seine persönliche „Empfehlung“ als Rabbi und als Mann Gottes weiter, welche er mit dem Hinweis „den anderen aber sage ich“ einleitet.

 

 

 

Wichtig ist vielleicht noch, dass zu Paulus' Zeiten „Ungläubige“ nicht selten eine oder mehrere Gottheiten als Hausgötter verehrten und zur Ausübung des Götzendienstes auch Hausschreine mit Götterminiaturen etc. besaßen. In der Antike war nicht nur der Kalender samt all seiner Festlichkeiten, sondern das gesamte Leben vom Glauben an die Götter bestimmt, weitaus mehr als in unserer „liberalen Zeit“. Hier diesen Götzen den Rücken zu kehren, konnte sehr schnell mit dem gesellschaftlichen Aus verbunden sein. Auf jeden Fall bedeutete die Bekehrung eines der beiden Ehepartner einen Frontalangriff auf die Mächte der Finsternis, die bis dahin im Hause bestimmend gewesen waren (worauf Paulus möglicherweise in 2. Korinther 6, 15 anspielt, wenn er vom „Teufel“ spricht).

 

 

 

Was also rät uns Paulus, was ist die Anweisung des Heilgen Geistes durch seine „seelsorgerliche Empfehlung“ für uns als Nichtjuden, die nun an den Gott Israels und seinen Messias Jesus Christus glauben?

 

Da ist also ein ungläubiges Ehepaar, und plötzlich bekehrt sich, sagen wir mal, der Mann. Dann kann es sein, dass die ungläubige Frau seinen Glauben akzeptiert und auch weiterhin mit ihm verheiratet sein möchte. Dann soll dieses Paar sich nicht scheiden lassen, zumal auch evtl. schon geborene Kinder durch den Gläubigen geheiligt sind und unter Gottes Schutz stehen ebenso wie der „tollerante“ Ehepartner. Hier besteht gute Hoffnung, dass auch die noch ungläubige Frau durch das verwandelte Leben des Mannes Jesus persönlich begegnet und schließlich Ihm ihr Glaubensjawort gibt! Dies gilt selbstverständlich auch in umgekehrter Folge, wenn die Frau gläubig geworden ist und ihr Mann ihren neuen Glauben tolleriert - aber das ist ja selbstverständlich.

 

 

 

Es kann jedoch sein, dass nach der Bekehrung des Mannes seine Frau in Totaloposition zum Glauben tritt und eine tiefe Spaltung zwischen den beiden entsteht, die in einen nicht enden wollenden Dauerehekrieg mit zermürbendem Unfrieden münden würde. Doch nun besteht die Frau darauf, sich von diesem „Frommen“ zu trennen, indem sie die Scheidung einreicht. Hier weist Paulus zurecht darauf hin, dass nicht der Ehekrieg sondern der Friede das ist, wozu Gott uns berufen hat. Zudem ist fraglich, ob die ungläubige Frau jemals durch den Mann zum Glauben finden wird, macht sie ihm doch das Leben jetzt schon schwer und drängt auf Scheidung als Todeserklärung für diese Ehe. In diesem Fall ist nach dem Wort Gottes also der gläubige Mann nicht mehr an die Ehe gebunden und darf der Scheidung zustimmen. Fortan ist er - und das ist meine feste Überzeugung - frei und ungebunden wie ein Junggeselle.

 

 

 

Anders verhält es sich für ein gläubiges Ehepaar, das sich scheiden lassen will. Beide müssen fortan single bleiben oder sollen sich wieder versöhnen, da die Ehe unauflöslich ist, und erst recht weil sie von zwei Gläubigen geschlossen wurde. Die einzige Ausnahme bestünde jedoch, so sind sich viele Ausleger einig, darin, dass nach Matthäus 5, 32 einer der beiden fremd geht: ausgenommen wegen außerehelichem sexuellen Verkehr . In diesem Fall werde der Ehe durch das ehebrecherische Verhalten des Ehebrechers der Todesstoß versetzt – der andere Partner sei folglich frei als wäre er verwittwet bzw. single.

 

Aber stimmt das überhaupt mit dem Urtext überein? Dort steht tatsächlich folgendes geschrieben: „παρεκτὸς λόγου πορνείας“. Dies kann bei „kreativer Auslegeung“ durchaus als „ausgenommen / außer wegen Ehebruch“ übersetzt werden. Allerdings ist der folgende Gebrauch häufiger und auch einleuchtender: „des Weiteren, darüber hinaus, zusätzlich dazu Ehebruch als Grund“. Dadurch erhält die Aussage Jesu eine viel drastischere und der ursprünglich bei der Schöpfung Gottes vergebenen Regelung gerecht werdende Bedeutung, weil dann wie folgt zu lesen ist: „Wer sich aus welchem Grund auch immer von seiner Frau trennt, zusätzlich / auch nicht / nicht einmal wegen Ehebruch“. Matthäus 19, 9 stellt dies noch deutlicher heraus: „Vielmehr sage ich euch, dass wer auch immer sich irgendwie (ὃς) von seiner Frau scheidet, nicht einmal (μὴ=ausgeschlossen; nicht einmal) wegen sexueller Unmoral, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe. Und wer sie, die fort Geschickte, heiratet, begeht ebenfalls Ehebruch.“ Damit läst Jesus selbst Ehebruch nicht als Scheidungsgrund gelten – die Ehe ist „ursprünglich“ als unauflöslich von Gott gestiftet worden! Dies erklärt nun auch nachvollziehbar, weshalb die Jünger regelrecht geplättet waren von diesem ultimativen und harten Statement Jesu und in Matthäus 19, 10 meinten, „dass es besser sei, nicht zu heiraten, wenn es sich zwischen Mann und Frau so verhält“.

 

Bei Paaren, die als schon Gläubige geheiratet hatten, gilt also die Ehe als lebenslänglicher Bund! Der Ehepartner, der betrogen wurde, soll bereit sein zur Vergebung - nicht nur weil er selber erfahrungsgemäß schon des Öfteren die Ehe „mit den Augen“ gebrochen hat, wie Matthäus 5, 28 entlarvt.

 

Es stellt sich jedoch die berechtigte Frage aus der Seelsorgepraxis, was zu tun ist, wenn der „Ehebrecher“ keine Reue zeigt und sich vom „Betrogenen“ trennt, um dauerhaft sturmfreie Bude zu haben, oder wenn er sich sogar scheiden lässt, um den „Eheeindringling“ zu „ehelichen vor dem Gesetz“ (vor Gott bestimmt nicht!). Was bedeutet dies nun für den zurück gebliebenen Partner, muss er etwa bis zum Lebensende alleine bleiben?

 

Eines ist schon einmal klar: Der „Eheeindringling“ wie auch der „Ehebrecher“ begeben sich dadurch in den Zustand des dauerhaften, fortgesetzten Ehebruchs, denn nichts anderes ist ihre „Ehe“, selbst wenn sie nach unserem Gesetzbuch rechtlich anerkannt ist und von liberal eingestellten Pastoren „gesegnet“ wurde!

 

In 1. Mose 2, 24 lesen wir: „Darum wird ein Mann den Vater und die Mutter verlassen und an seiner Frau hängen (κολληθήσεται=anhaften; kleben), und die zwei werden ein Fleisch sein.“ Darum bestehen auch manche Ausleger auf der lebenslangen Ehelosigkeit des betrogenen und durch die Scheidung allein zurück gebliebenen Partners, ändere die Untreue des einen doch schließlich nichts am ursprünglich durch die göttliche „Verklebung“ besiegelten Einssein, ja, die Untreue des einen dürfe nicht einen zweiten fortgesetzten Ehebruch durch Wiederheirat des anderen zur Folge haben.

 

Aber ist diese schier unzumutbare Forderung nicht fast schon brutal? Ich möchte dazu meine ganz persönliche Meinung äußern: Du kannst eine Beziehung auf zweierlei Arten töten: Durch Mord und durch unwiderrufliches Verlassen, welches einem Todesfall gleich kommt, da Schritte eingeleitet wurden, bei denen es kein Zurück mehr gibt.

 

Wenn also ein Partner nicht nur Ehebruch begeht, sondern darüber hinaus in seiner Unbußfertigleit auch noch diese Ehebruchsbeziehung fortsetzt und der ersten vor Gott geschlossenen Ehe schließlich durch Scheidung vom betrogene Partner (und evtl. „Heirat“ des „Eheeindringlings“) den Todesstoß versetzt durch das Verkünden des „endgültigen Aus“ - was, bitteschön, ist dies anderes als Mord an der ersten vor Gott geschlossenen Ehe? Dieser Verrat an der Liebe durch die öffentliche und rechtliche Ehescheidung (und ggf. der Wiederheirat mit dem neuen Partner) hat für mich dieselbe Bedeutung wie wenn der „Ehebrecher“ gestorben wäre. Der Betrogene kann nichts dafür ebenso wenig wie eine Wittwe für den Tod ihres Mannes. Die erste Eheschließung fand öffenbtlich statt - die Wilenserklärung gegen diese Ehe durch die Scheidung stellt darum einen brutalen ebenfalls öffentlichen Widerruf dar, einen endgültigen Schnitt! Im rechtlichen Rahmen gibt es verbindliche Verträge durch Unterschrift aber auch durch ein klares und eindeutiges Ja vor Zeugen. Gilt dasselbe nicht auch in unserem Fall des Ehebruchs und der anschließenden Scheidung auf Verlangen des Ehebrechers? Und hat nicht der Betrogene ehemalige Ehepartner dann auch ein Recht auf ein erfülltes Leben „danach“ so wie es für eine Wittwe gelten würde?

 

Hinzu kommt, auch wenn wir uns da zugegebenermaßen auf dünnem Eis bewegen, die „Erlaubnis“ des Mose in Form des Scheidungsbriefes der Israeliten: Wenn schon um deren „Herzenshärte“ wegen Scheidung in bestimmten Fällen geduldet wurde, wieviel mehr sollte es für einen unschuldig in das Single-Dasein Abgedrängten weil unfreiwillig Geschiedenen erlaubt sein, von neuem zu beginnen mit einemn neuen gläubigen Partner? Ebenso wenig wie ein Verstorbener zurück kehrt, kann dessen mutwillig zerstörte Ehe wieder zum Leben erweckt werden, denn sie existiert nicht mehr - An ihre Stelle ist eine neue Beziehung (oft sogar auch noch mit dem gesetzlichen Attribut der Ehe versehen) getreten, nicht selten noch mit eigenen gemeinsamen Kindern der beiden Ehebrecher! Oder soll etwa einer der beiden den anderen Ehebrecher in die Wüste schicken samt den Kindern, um dann zum ursprünglichen betrogenen Partner zurück zu kehren? Wie könnten wir je dieses Chaos, dieses Herzeleid vor allem auch für die Kinder rechtfertigen? Wäre dies das Zeugnis des Evangeliums, welches die Welt braucht?

 

Und hier kommt eine leider allzuoft übersehene Komponente hinzu: Vergebung und Neuanfang, EGAL was bisher geschehen ist, Frieden mit der eigenen Biiographie!

 

Doch gilt das auch für die beiden „Ehebrecher“? Man stelle sich nur einmal vor, beide geben ihr Leben wieder ganz neu dem Herrn, machen einen Neuanfang mit Gott und treten zusammen nach vorne, um für sich beten zu lassen - Würde Jesus sie abweisen? Meine Frage: Auch wenn deren Familie aus einer nach biblischen Maßstäben unrechtmäßigen Verbindung hervor gegangen war, sollten sie nicht die Chance auf einen familiären Neuangang nun unter dem Segen Gottes bekommen?

 

 

 

Und der betrogene, allein stehende ursprüngliche Ehepartner, sollte er darum nicht auch eine Chance auf eine neue Ehe erhalten wie diese beiden?

 

 

 

Es ist richtig: Jeder, der bertrogen wurde, sollte im Gebet und sofern möglich auch mit Taten der Liebe für die Rettung seiner Ehe kämpfen! Und hier geben viel zu viele vorschnell auf, lassen sich scheiden, ja, heiraten erneut (ein Pastor findet sich immer!) und begeben sich selbst dadurch in eine fortgesetzte Eheberuchsbeziehung vor dem Herrn! Hier ist viel viel Schuld im Hause des Herrn, theologisch und ganz praktisch!

 

Doch was ist, wenn Versöhnung unmöglich ist, weil der Betrogene vor vollendete Tatsachen gestellt wurde durch die unfreiwillige Scheidung und sogar Wiederheirat seines ehemaligen Ehepartners?

 

Ich bin überzeugt, dass für ihn ein Neuanfang mit einem neuen Partner alles andere als leichtfertige liberale Theologie darstellt, sondern vielmehr gelebtes Evangelium, weil wir zum Frieden berufen sind!

 

 

 

Bei den „anderen“, wie Paulus sie im Text bezeichnet, die damals als Ungläubige geheiratet hatten, stellt Paulus klar, dass eine Scheidung zwar nicht vom Gläubigen selbst ausgehen darf, jedoch die Zustimmung und somit die Scheidung unter einer bestimmten Voraussetzung erlaubt und der geschiedene Gläubige danach ebenfalls frei ist und fortan als unverheiratet gilt. Er ist nicht mehr an die Ehe mit dem Ungläubigen „gebunden“, was Paulus im Übrigen in derselben Weise auch auf die Situation von verwittweten Gläubigen anwendet, da diese durch den Tod des Ehepartners nun ungebunden und frei sind, um wieder zu heiraten, nur „dass es im Herrn geschehe“, was bedeutet, dass der neue Ehepartner gläubig sein muss!

 

 

 

Und was ist, wenn ein ungläubiger Geschiedener einen neuen ungläubigen Partner kennen lernt, wieder heiratet und schließlich die beiden eigene Kinder bekommen und dieses Paar erst danach zum Glauben kommt, was wohl am häufigsten der Fall sein dürfte in der missionarisch geprägten Gemeindepraxis? Wie steht es um diese neu bekehrte Familie – gilt diese Ehe von vormals Geschiedenen überhaupt, und dürfen sie in der Kirche mitarbeiten?

 

 

 

Die Bibel kennt nur eine Einschränkung für wieder Verheiratete: Wer sich um ein kirchliches Leitungs- bzw. Aufseheramt bewarb, durfte nach 1.Timotheusbrief 3, 2 „Mann nur einer Frau“, d.h. nur einmal verheiratet gewesen sein, um die Ortsgemeinde wegen ihrer gesellschaftlichen Vorbildfunktion in der Öffentlichkeit vertreten zu können. Über Einschränkungen sonstiger Art steht nichts geschrieben! Weder ist ihnen die Mitarbeit in der Gemeinde noch die Teilnahme am Abendmahl verwehrt.

 

 

 

Ich hoffe, zur Klärung dieses komplizierten Themas beigetragen zu haben und wünsche allen „Betroffenen“, allen in Leitungsfunktion und letztendlich allen Lesern Gottes Segen!

 

 

 

Hier der Text zum Download:

 

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Ehescheidung und Wiederheirat aus biblischer Sicht
Ehescheidung und Wiederheirat in der Gem
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Wem gehört mein Leben?

Zur Diskussion über Beihilfe zum Suizid

Man möchte uns glauben machen, es gäbe keine befriedigende Antwort auf die Frage, ob Beihilfe zum Suizid erlaubt sein sollte. Befürworter argumentieren gerne, es widerspräche der Menschenwürde, einen Todkranken an Schläuchen und Elektrokabeln fremdbestimmt dahin siechen zu lassen, bis er buchstäblich den letzten Atemzug aushaucht. Dabei setzen sie sich dem Vorwurf aus, dass es doch eine Diskriminierung alter oder behinderter Menschen sei, wenn sie durch ihre Beihilfe zur Selbsttötung proklamieren, dass ein Leben ab einem gewissen Punkt, den z.B. ein Arzt „nach seinem Gewissen“ zu bestimmen hat, nicht mehr lebenswert ist und folglich aktiv ausgelöscht werden darf. Andere graben tiefer und fragen, was die wahren Motive hinter dem Wunsch sind, seinem Leben selbstbestimmt ein Ende zu setzen, wo doch andere in derselben Situation für sich entschieden haben, diese letzten Schritte des Lebens mit ärztlicher und familiärer Begleitung bis zum natürlichen Ende zu gehen. Und was sagen Gläubige dazu, hat dieses Thema für sie doch eine völlig andere Gewichtung? Wer sich einmal für Christus entschieden hat und somit ein echtes Gotteskind geworden ist, der weiß, dass Christen, wie es in 2. Korinther 5, 15 heißt, „nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.“ Die Kirche nun hat als primäre Aufgabe, Menschen mit Gott ins Gespräch zu bringen, damit diese in Seiner Gegenwart durch ihre bewusste Lebensübergabe zu Gotteskindern werden – sie ist somit buchstäblich eine wahre Geburtshelferin! Wie sollte sie es je gut heißen, wenn Ärzte zu Gehilfen des Todes werden? Gott selbst ist der Türöffner vom Diesseits zum Jenseits, und nur Er allein ist berechtigt, hinter unserem irdischen Leben abzuschließen! Denn wie sollte ich als Christ auf der einen Seite ein Leben voll Dank und Gotteslob führen wollen, nur um dann auf den letzten schweren Metern dieses Lob zurückzunehmen und durch einen Suizid öffentlich zu proklamieren, Gott hätte einen Fehler gemacht? Vielmehr soll jeder Atemzug, ja jeder am Ende noch so schwache Herzschlag ein Dank sein für das, was Christus durch seinen unbegreiflich schmerzvollen Tod am Kreuz gelitten hat, um mir schon bald das Tor zur Ewigkeit zu öffnen! Denn wie schwer und unverständlich auch immer das Ende sein mag, so gilt doch für Christen das, was Paulus uns in Römer 8, 14 zuruft: „Wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und wenn wir sterben, gehören wir dem Herrn. Im Leben und im Tod gehören wir dem Herrn.“

Die Latschen von Jesus

Zur neuen Orientierungshilfe des Rates der EKD zum Thema Familie

Man muss nicht gegen die Homoehe sein, um die Ehe unter Heterosexuellen zu retten“, so der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Schneider.  Was Paulus im Ersten Kapitel des Römerbriefes dazu schreibt, zählt nicht mehr, zu stark ist der Druck der Homo-Lobby nun auch in der EKD. Dabei wird ausgeklammert, dass jeder Homosexuelle im Grunde heterosexuell ist, auch wenn er durch Verletzungen in Kindheit und Jugend in seinem Mann- bzw. Frausein blockiert ist und in der Homosexualität seine Identität sucht. Wer jedoch seine Homosexualität überwindet, gewinnt seine eigene Identität zurück. Und genau hier ist die Kirche gerufen, Menschen in die ihnen von Gott zugedachte Bestimmung zu führen. Doch ich bin sicher, um des gesellschaflichen Ansehens willen würden die Kirchenoberen sogar die Latschen von Jesus verhökern, die braucht er ja eh nicht mehr, weil er den Weg der EKD nicht weiter mitgehen kann. Bemerkt hat sie dies freilich nicht, geht sie doch mit dem Zeitgeist als neuen Freier fremd, sonst wüsste sie, dass christliche Nächstenliebe die Wahrheit als Chance zur Freiheit begreift. Darum möchte ich die Aussage von Nikolaus Schneider umformulieren: Man muss kein Homohasser sein, um die Ehe von Heterosexuellen zu verteidigen. Der Zeitgeist hingegen ist ein miserabler Liebhaber, der so schnell aus dem Bett steigt wie er hinein gesprungen war. Die EKD hat ihre Salzkraft verschachert und wird, des Evangeliums nun ledig, bald unter dem Schuhabsatz der Gesellschaft enden. Doch wie heißt es nochmal in der Bibel: Niemand kann zwei Herren dienen! Die EKD hat sich mit ihrem Positionspapier nun eindeutig festgelegt!


Wozu noch Gott und Kirche?

Anmerkungen zum Evangelischen Kirchentag in Hamburg

Wozu noch Gott und Kirche“, fragt sich mancher, „sind Themen wie Soziale Gerechtigkeit, Nachhaltige Mode oder Energiewende doch schon längst von anderen besetzt?“ Was hätte der Apostel Paulus denn als Thema gewählt im Bewusstsein, zu einer ganzen Nationauf einmal sprechen zu können? Die Antwort finden wir in 1. Kor. 2, 2: „Denn ich hatte mich entschlossen, unter euch nichts anderes zu verkündigen außer Jesus Christus und ihn als den Gekreuzigten.“ Wahre Gotteskinder nun handeln nach Matth. 7, 12: „Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch für sie! “ Und hierin sind viele der Forderungen des Kirchentags schon inklusive. Doch wo blieb in Hamburg die Botschaft über die Realität von Sünde und Verlorenheit auf der einen Seite und der Errettung durch Jesus auf der anderen? Wo wurden Erlösung und Befreiung von Gebundenheiten durch Gottes Kraft angeboten? Wenn sich z.B. LGBTQ-Menschen einen Regenbogenhimmel zusammen basteln, anstatt eine wieder hergestellte Identität nach Gottes Bild anzunehmen, dann doch nur, weil die EKD sich schleichend von Christus geschieden und einen neuen Bräutigam genommen hat, bekannt unter dem Namen Zeitgeist. Kein Wort ist mehr zu hören über das, wofür Martin Luther sein Leben wagte: Die Wiedergeburt aus Gottes Gnaden, unerlässliche für alle Menschen aller Nationen! Denn was nützen Podiumsdikusionen, wenn die Menschen so wieder nach Hause gehen wie sie gekommen waren – auf ewig verloren statt überführt von Sünde und erlöst durch Jesu Blut? Der Name Jesus war so rar wie Trüffel im Waldboden, ja Er als der prominenteste aller Redner war nicht einmal geladen gewesen, sonst wären Seelen errettet und Gebundene befreit worden durch die persönliche Begegnung mit dem Auferstandenen. Wer die Gesellschaft verändern will, braucht zuerst ein neues Herz, und wer eine göttliche Nervensäge sein möchte, wie Margot Käßmann es ausdrückte, muss zuerst die Kreissäge der persönlichen Schuld zum schweigen bringen! Jesus rettet, Er heilt, und Er befreit – das ist die wahre Kirchentagsbotschaft!



Die guten in die Muttis

PID, Downsyndrom und Menschenwürde

 

  Zur Entscheidung des Bundestags über die PID

 

Die guten in die Muttis, die schlechten in den Gulli. Man will uns weismachen, dass angeblich viele Spätabtreibungen durch die PID verhindert werden könnten, und auch, dass es wohl nicht rechtens sei, ein paar Eizellen besser zu schützen als einen weiter entwickelten Fötus.

Egal, ob der Herr Doktor eine befruchtete Zelle als unwert entsorgt oder später dann das kleine Menschlein im Mutterleib lebendig zerstückelt und absaugt, Mord ist und bleibt Mord, daran ändert auch ein Mehrheitsentschluss eines Parlaments nichts! 

 

Gerade in einer Zeit, in der es so scheint, dass Eltern mit behinderten Kindern sich nicht mehr verstecken müssen und sich auch infrastrukturell manches zum besseren gewendet hat, ist die Entscheidung für die PID nicht nur ein gewaltiger Schritt rückwärts, sondern ein knall harter Schlag ins Gesicht für all jene, die selber behindert oder schwer krank sind. Sollen sie jetzt etwa einen Aufnäher auf ihrer Jacke tragen, auf dem steht: ´Ich bin ein Pre-PID'ler` oder gar ´Sorry, aber sie haben mich nicht selektiert`? Da fällt mir ein Vers aus Psalm 139 ein: ´Deine Augen sahen mich, als ich noch ein ungestaltetes Klümpchen war. Tage wurden gebildet und insgesamt in dein Buch geschrieben, als noch keiner von ihnen da war.` Bei Gott gibt es kein unwertes Leben und keine hoffnungslosen Fälle, auch stellt er sich nicht zur Wiederwahl. Unsere Volksvertreter täten gut daran, mal wieder in das gute alte Buch zu schauen und es als Maßstab für all ihr Tun zu nehmen. Denn es gibt Dinge, die stehen einfach nicht zur Diskussion - die PID gehört eindeutig dazu!

 

 

 

Zum Down-Syndrom-Bluttest

 

Doch nun gibt es seit kurzem ja den „guten Mord“, wenn der Herr Doktor das kleine Mädchen, dessen Herzchen schon seit der fünften Woche rund 140 mal in der Minute pocht, aus dem Mutterleib „heraus saugt“, wie man Dreck aus einer Dachrinne entfernt. Hatte es bislang noch den Anschein, dass Eltern mit behinderten Kindern sich nicht mehr verstecken müssen, so ist die Einführung des Bluttests ein unerträglicher Schlag ins Gesicht für all jene, die selber behindert sind oder ein Kind mit Down-Syndrom haben. Sollen jetzt etwa alle Behinderten einen Aufnäher auf ihrer Jacke tragen auf dem steht: ´Entschuldigung, aber meine Eltern haben mich nicht ´entsorgt`? Alle Befürworter des Bluttests möchte ich fragen: Was machst du, wenn du Morgen nach einem Unfall selber behindert bist oder gar zum Pflegefall wirst? Soll die Krankenkasse dann sogleich den „Entsorgungstrupp“ losschicken, der dich ins Jenseits befördert, da du ja eine „unerträgliche Zumutung“ für deine Verwandten bist? Gerade im Umgang mit Behinderten zeigt sich der wahre Geist einer Gesellschaft. Darum abschließend Worte der Vaterliebe Gottes aus Psalm 139: ´Deine Augen sahen mich, als ich noch ein Embryo war. Tage wurden gebildet und insgesamt in dein Buch geschrieben, als noch keiner von ihnen da war. Wunderbar sind ALLE deine Werke!` Bei Gott gibt es kein unwertes Leben!

 

 


Ökumene - Ausverkauf des Evangeliums?

Antwort auf die Initiative "Ökumene jetzt - ein Gott, ein Glaube, eine Kirche"

 

 

Was verbindet und was trennt? Wo gibt es Gemeinsamkeiten und wo unüberbrückbare Unterschiede? Mit diesen Themen befasst sich die Initiative mit dem Ziel, auf dem Weg der Ökumene ein Miteinander aller Konfessionen zu fördern, ja zu fordern.

Dies hört sich sehr ambitioniert an und ist mit Sicherheit kein theologischer Schnellschuss von ein paar Einzelpersonen. Die große Zahl der Unterzeichner bestätigt den Initiatoren, dass hier ein enormer religiöser Nachholbedarf besteht.

 

Ökumene bedeutet, den gesamten Weltkreis umfassend oder einfach nur, das Zusammensein aller in einer einzigen großen Gemeinschaft. Doch kann so ein Unterfangen überhaupt realisiert werden, zu lange schon liegen die religiösen Gräben offen dar, zu unüberwindlich scheinen die Unterschiede gerade was die Lehre von der Erlösung betrifft und die Rolle der Kirche und ihrer Amtsträger im Erlösungswerk Gottes mit der Menschheit. Vor allem aber stellt sich zu erst die grundlegende Frage, wer oder was ein echtes Gotteskind ist, ehe man den zweiten Schritt gehen kann, festzustellen, ob Ökumene überhaupt möglich ist.

 

Kirche ist, um es auf den Punkt zu bringen, die Einheit von erlösten Sündern, die nicht nur Gemeinschaft unter einander pflegen sondern ebenso die Gegenwart des Auferstandenen ganz real und unmittelbar erleben. Dabei ist ihr größtes Anliegen, ja im Grunde ihre Daseinsberechtigung, allen Menschen auf diesem Planeten das volle Evangelium von der vollbrachten Erlösung durch Jesu Tod am Kreuz zu bringen, auf dass jeder, der es hört und persönlich annimmt, selber ein echtes Gotteskind und damit Teil der Familie Gottes, der Kirche, wird.

 

So lesen wir in Johannes 3, 3: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren ist, kann er das Reich Gottes nicht schauen." Und weiter in Vers 16: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig geborenen Sohn opferte, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das Ewige Leben haben.“

Auch versichert uns der Evangelist Johannes gleich zu Anfang seines Evangeliums in Kapitel 1, Vers 12: „Allen aber, die ihn aufnahmen, verlieh er das Recht, Gottes Kinder zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“ Und er bestätigt dies noch einmal Jahre später in seinem ersten Brief in Kapitel 3, Vers 1: „Seht, welch große Liebe uns der Vater erwiesen hat: Wir heißen Kinder Gottes und sind es in der Tat.“

 

Jesu Tod am Kreuz war keine Schauveranstaltung wie Stern TV oder Schlag den Raab vor den Toren Jerusalems, sondern blutiger und tödlicher Ernst. Er lebte gerecht und ohne Sünde anstelle unseres sündhaften Lebens und starb beladen mit unser aller Schuld auf den Schultern stellvertretend für uns, ja er tauschte zu 100 Prozent seine Gerechtigkeit gegen unsere Verlorenheit ein und ermöglichte uns dadurch das Ewige Leben und die Wiederherstellung der zerstörten Gemeinschaft mit Gott dem Vater. Dadurch machte er ein für alle Male klar: Gerechtigkeit und Ewiges Leben sind ein unverdientes und unkäufliches Gnadengeschenk, allein zugänglich durch den kindlichen Glauben an sein endgültig vollbrachtes Erlösungswerk am Kreuz. Und hier kann und darf kein Mensch und keine Kirche noch irgend etwas hinzu fügen. Kein selbst ernannter „Mittler zwischen Gott und den Gläubigen“ ist nötig, kein Sakrament erwirkt ein Mehr an Gnade oder wäre gar heilsnotwendig. Jesus allein genügt!

 

Dies war auch letztendlich entscheidend für Martin Luthers Verbrennung des gesamten Kanonischen Rechts der Katholischen Kirche, da dieses nur eine Richtung vorgibt: Jesu Gnade, ja, aber zusätzlich... Dies kommt ganz explizit in der vom biblischen Abendmahl Meilen weit entfernten Eucharistiefeier zum Ausdruck, wo der Priester den Allmächtigen Gott auf Befehl herbei rufen und durch die eigene Amtshandlung veranlassen kann, in den Hostien und dem Wein Gestalt anzunehmen und sich opfern zu lassen, nachdem sich die versammelte Schar der „Gläubigen“ anbetend vor diesem selber erschaffenen Gott verneigt hat. Dabei lehrt uns die Heilige Schrift in Römer 6, 9–11 unmissverständlich: „Wir wissen ja, dass Christus nicht mehr stirbt, nachdem er einmal von den Toten auferweckt ist; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Durch seinen Tod ist er der Sünde ein für allemal gestorben. “ In der Eucharistie hingegen wird jedes mal dies mit Füßen getreten und Christus stets neu geopfert – welch Frontalangriff auf das endgültige und ewig ausreichende Erlösungswerk Christi!

Hier wird klar, dass dies einzig der Festigung des Alleinanspruchs der Katholischen Kirche dient zur Bindung der „Gläubigen“ an sie als Gnadenvermittler, was unweigerlich in ihre totale Abhängigkeit führt. Also nicht Jesus allein, sondern Jesus und dazu ... !

Ja, sein wie Gott, sich setzten an Gottes statt, als einziger  ́Stellvertreter Christi auf Erden`, begleitet vom durch die Bibel klar verbotenen Götzendienst der Anbetung Marias und zahlreicher Heiligen, die man zuvor auch selber ernannt, sprich heilig gesprochen hat. Außerhalb der kirchlichen Hierarchie gibt es kein Seelenheil für die Menschen, die sich zu dieser Kirche zählen.

Amtshandlungen und religiöser Rummel an Stelle von direkter Gemeinschaft mit Christus selbst, Bußhandlungen und ein immer wieder kehrendes Sühneopfer durch die Hand des Priesters als Alleinvermittler göttlicher Gnaden statt fröhlich in Dankbarkeit und Freiheit gelebter Glaube, und Heilige als von Menschen selbst ernannte Gnadenspender und Gebetserhörungsgaranten, zum Andenken (und Anbeten... ) in Stein und Holz gemeißelt, statt getrostes Vertrauen in Gottes Versorgung.

 

Diese und noch etliche andere antibiblische Praktiken machen es für ein echtes Gotteskind, d.h. für einen wieder geborenen Menschen, unmöglich, mit diesen „Gläubigen“ wahre Gemeinschaft in einer gemeinsamen Kirche zu haben. Der einzige Grund für ein Miteinander kann nur darin liegen, diesen Gottessuchern den Weg zum wahren Heil allein aus Gnaden aufzuzeigen.

Zum Errettet sein braucht es im übrigen nicht zwingend eine Kirche, die Kirche jedoch ist die Gemeinschaft der Erretteten! Dort feiern die Gotteskinder gemeinsam als Familie Gottes die unaussprechliche Gnade Gottes und schöpfen daraus Kraft und Weisung, um eine Gott ferne Welt und ebenso auch die noch nicht erlösten „Christen“ in den anderen Denominationen und Kirchen mit Jesus ins Gespräch zu bringen, damit sie dann selber Ihm ihr Jawort geben und schlussendlich das ewige Heil empfangen!

 

Wenn ich als Gotteskind in Afrika einen dortigen Christen kennen lerne und in seine Kirchengemeinde gehe, so brauche ich keine Ökumene, denn ich bin ja ein Teil der Familie, ich gehöre durch die Wiedergeburt schon längst dazu!

 

Ökumene ist in letzter Konsequenz das Zugeständnis, dass doch „alle irgendwie an den einen Gott glauben“ und jeder am Tisch der Religiosität seinen geistlichen Hunger nach seinem persönlichen Geschmack stillen kann. Hauptsache er stellt sich nicht gegen diese Gemeinschaft durch einen Absolutheitsanspruch seines Glaubens, schließlich darf jeder ruhig „nach seiner Fasson selig werden“.

Die Anerkennung dieser Art „Erlösung Light“ ohne echte Wiedergeburt, d.h. ohne dem Heil allein aus Gnaden, stellt jedoch den Ausverkauf des Evangeliums dar und ist gemäß der Bibel als alleinige Autorität entschieden abzulehnen! Denn Gottes Antwort auf die Ökumene lautet gemäß Römer 8, 9: „Wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein!“

Ökumene kann es darum auch nur unter Gottessuchern geben, jedoch niemals unter wahren Gotteskindern. Gott zu kennen jedoch ist Leben, und dieses Leben trägt einen Namen: Jesus Christus! Denn was nützt es, wenn unter dem Deckmantel der Ökumene sich Gottessucher vereinen, ohne Jesus Christus jemals persönlich zu begegnen? Doch Jesus lebt, und wer lebt, den kann man für gewöhnlich auch kennen lernen, was die Bibel als Bekehrung und Gottes Antwort darauf als Wiedergeburt bezeichnet.

Darum sollte es im Grunde eine ganz andere Initiative geben mit dem Ziel, unser Land wieder in die persönliche Gemeinschaft mit dem Auferstandenen zu führen, um persönlich errettet zu werden. Dann würde sich Ökumene erübrigen, weil jeder „Gläubige“ dann wahrlich von neuem geboren wäre. Dass dies jedoch auch die Verneinung der allermeisten Lehren der Katholischen Kirche bedeuten würde, wäre ein weiterer Grund, nicht nur jede Anwandlung in den eigenen Reihen in diese Richtung scharf zu unterbinden, sondern wie in den Jahrhunderten der Kirchengeschichte unzählige Male geschehen, nötigenfalls bis ins letzte und buchstäblich mit allen Mitteln zu bekämpfen.

 

Im Grunde ist die Kirchengeschichte auch die Geschichte der Verfolgung der Gläubigen durch die Kirche selbst!

 

Doch was ist mit den vielen guten Werken und Einrichtungen der Kirchen? Und spielt es denn keine Rolle, wenn sogar Berühmtheiten wie Günther Jauch, Frank-Walter Steinmeier oder Richard von Weizäcker zu den Erstunterzeichnern gehören?“

 

Gute Taten zu tun beinhaltet ebenso wenig wie ein Politpromi oder TV-Liebling zu sein das Recht auf automatische Gotteskindschaft und schließt auch nicht aus, selber oder gar kollektiv sich im Irrtum zu befinden. Woher sollen' s die Leute auch wissen, wo die Herren Pastoren und Pfarrer ihnen immerzu versichert haben, dass doch alle alle in den Himmel kommen und sicher seien im Schoße von Mutter Kirche? So wird die Taufurkunde als eine Art „Anzahlung auf die Ewigkeit“ missverstanden, die dann zusammen mit der Firmung oder Konfirmation als „Berechtigungschein für den Himmel“ gelte.

Was jedoch die heilige Schrift dazu zu sagen hat, wissen die wenigsten, ja selbst die meisten Kirchlichen Amtsträger kennen Jesus nicht persönlich und wissen wenig oder gar nichts mehr über die heilsnotwendige Wiedergeburt zur ewigen Erlösung. Sie sind stets treu der Lehre ihrer Kirche gefolgt und geben dieses „Wissen“ an ihre Schäfchen weiter im Glauben, dass schon alles so seine Richtigkeit habe.

Darum verwundert es auch nicht, dass nun diese Initiative zustande gekommen ist, ja im Grunde sollte man sich fragen, weshalb sie erst jetzt ins Leben gerufen wurde. Ihre Unterzeichner handeln nach bestem Wissen und Gewissen und müssen unweigerlich ein Schreiben wie dieses hier als persönlichen Angriff wenn nicht gar als Beleidigung ihres religiösen Erlebens empfinden: „Harte Worte, Unverschämtheit, Anmaßung, eine Ungeheuerlichkeit!“ Dies ist sehr bedauerlich und nicht im geringsten beabsichtigt!

 

Auch wenn ich nicht weiß, welchen religiösen Hintergrund der Leser hat und ob ich ihn mit den bisherigen Zeilen er– oder gar abgeschreckt habe, möchte ich dennoch auf den wichtigsten Punkt überhaupt zu sprechen kommen: Jesus und wir!

 

Wenn ich Kekse über alles mag, so bin ich noch lange keine Maus. Aber auch ebenso wenig bin ich ein Christ, wenn ich in die Kirche gehe, vielleicht selber Pastor bin, großzügig spende und viel Gutes tue! Denn im Himmel wird es keine guten Menschen geben, sondern ausnahmslos erlöste Höllenkandidaten. Kein Sakrament bringt mir Sündenvergebung und Ewiges Leben. Weder wird man als Christ geboren, noch ein Gotteskind durch ein paar unfreiwillig empfangene Spritzer Wasser als Säugling. Nein, Christ wird man alleine aufgrund seiner ganz persönlichen Entscheidung, dass Jesu vergossenes Blut ganz speziell für mich heilsnotwendig ist und ich im Glauben dieses Stellvertretungsopfer und Jesus selbst als Herrn meines Lebens annehme! In dem Augenblick, in dem wir „Ja“ sagen zu ihm, kommt sein heiliger Geist wie ein Licht in unser Herz, in unser Leben, um uns von Grund auf umzugestalten, so wie Gott uns sieht und wie es für uns am besten ist.

 

Auf Jesus allein ruht unser Heil, auf nichts und niemandem Sonst. Er allein garantiert uns ewige Sicherheit, Geborgenheit und Hoffnung, auch in diesem Leben. Allein durch Ihn werden wir von Gottessuchern zu wahren Gotteskindern. Nur in Ihm findet unser inneres Suchen ein Ende! Darum möchte ich alle Initiatoren und ebenso alle Unterzeichner auffordern: Kommt zu Ihm und lasst Euch erretten, werdet echte Kinder Gottes! Und dann helft mit, dass auch andere Jesus persönlich kennen lernen und in Ihm die wahre Erlösung finden - Werdet „Kindschaftsvermittler von allerhöchster Instanz"!